NaturFreunde Deutschlands
Warschauer
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Wiehengebirge

Das Wiehengebirge bildet den nördlichsten Ausläufer der deutschen Mittelgebirge und ist zentraler Höhenzug des Naturparks TERRA.vita. An seine Nordflanke schließt unmittelbar die norddeutsche Tiefebene an. Von Süden her gesehen teilt sich das Wiehengebirge in mehrere Hügel und Kämme auf und geht unscharf in das zentrale Osnabrücker Hügelland über.

Umso eindrucksvoller erscheint der Höhenzug von Norden aus gesehen: Fast wie ein künstlicher Wall türmt sich der Hauptkamm vor dem Betrachter auf, nur unterbrochen durch schmale Täler, die das Ganze in die so genannten „Eggen“ teilen. Außerdem ragen drei vorgelagerte Einzelberge nach Norden in die Ebene: Bei Bramsche der Gehn und der Kalkrieser Berg, bei Preußisch Oldendorf die „Egge“ mit dem Limberg-Sattel.

Ausflugsziele

Das wohl beeindruckendste Landschaftselement bildet den östlichen Abschluss des Wiehengebirges: Die Porta Westfalica, wo die Weser das Wiehengebirge vom Wesergebirge trennt. Dort kann man vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal einen weiten Blick in das Norddeutsche Tiefland genießen. Aber auch der Westen des Höhenzuges bietet ausgesprochen interessante Ausflugsziele: Das bekannteste dürfte inzwischen die „Varusschlacht“ in Kalkriese sein, der Ort, an dem einst Römer und Germanen ihre blutige „Schlacht am Teutoburger Wald“ ausfochten.

Nicht weniger berühmt sind die „Saurierfährten von Bad Essen-Barkhausen“, wo in einem ehemaligen Steinbruch verschiedene Saurierarten in der Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahre ihre Fußabdrücke hinterließen. Heute sind sie an einer Felswand zu sehen, weil der Boden durch die Gebirgsbildung angehoben wurde. Außerdem gibt es an diesem Fundort Sauriernachbildungen, Informationstafeln und einen 16 Kilometer langen Dinosaurier-Rundwanderweg. Der Gehn bei Bramsche hat dem Naturliebhaber vieles zu bieten. Urtümliche Wälder, das Naturdenkmal „Heide am Gehn“ und tiefe Steinbrüche sind hier die prägenden Landschaftselemente.

Osnabrücker Land

Das Osnabrücker Land mit seiner Bischofs- und Universitätsstadt Osnabrück ist Teil des Wiehengebirges. Von der Osnabrücker Rathaustreppe wurde 1648 der Westfälische Frieden verkündet, der den 30-jährigen Krieg beendete.

Sehenswürdigkeiten wie das Felix-Nussbaum-Haus, die Kunsthalle Dominikanerkirche, die naturkundliches Museum am Schölerberg, der Osnabrücker Zoo und die romantische Altstadt und attraktive Fußgängerzone laden zu einem Besuch ein. Wasserfreunde finden im Spaß- und Freibad Nettebad ihr Vergnügen. Einen Blick über die Stadt bekommt man auf dem Piesberg, an dem auch das Industriemuseum liegt. Dieses bietet Industrie(geschichte) für Jung und Alt zum Anfassen.

Wittekindsweg

Über den Kamm des Wiehengebirges zieht sich der Wittekindsweg, der vom Osnabrücker Marktplatz aus zunächst nach Norden aus der Stadt heraus führt und dann auf der vollen Länge von rund 95 Kilometern dem Höhenzug bis zur Porta Westfalica folgt. Der DiVa-Walk erschließt weitere Teile des Gebietes. Per Rad kann man den Höhenzug am Besten auf den TERRA.trails erkunden.

Rund um das Naturfreundehaus Vehrte

Rund um das Naturfreundehaus in Vehrte, nördlich von Osnabrück, lassen sich die Sehenswürdigkeiten auch gut per Rad erschließen: Die „Schwarzkreidegrube“ ist ein geologisches Naturdenkmal. Hier wurde früher ein tiefschwarzer Tonstein abgebaut und zu Farbpigmenten verarbeitet. Ganz in der Nähe sind mit „Teufels Backofen“ und „Teufels Backtrog“ zwei Steingräber erhalten, nicht weit entfernt findet man den Süntelstein, einen hoch aufgerichteten Findling, der auch als Teufelsstein bekannt ist. Die Gemeinde Belm, zu der Vehrte gehört, bietet noch weitere „Fenster in die Erdgeschichte“ wie den unheimlichen Erdfall „Icker Loch“, den Findling „Butterstein“ auf dem Gattberg oder die Mergelgrube von Astrup.